Objektive + Brennweiten


Das Objektiv ist das Auge der Kamera.
Es gibt Kleine und Große, Leichte und Schwere, Lange und Kurze, Günstige und Teure.
Der wichtige Unterschied für den Fotografen ist die Brennweite und die Lichtstärke.
Die Brennweite des Objektivs liefert uns einen bestimmten Ausschnitt unseres Motives und sie ist wie die Blende verantwortlich für den Schärfenbereich.
Ein Objektiv mit einer großen Brennweite z.B. 100 oder 200mm bildet auf unserem Sensor einen kleineren Ausschnitt ab als ein 50er oder 28er Objektiv.
Eine größere Brennweite liefert bei gleicher Blendeneinstellung auch einen kleineren Schärfenbereich als ein Weitwinkelobjektiv mit kleinerer Brennweite.
Objektive mit einer festen Brennweite haben meist eine bessere Bildqualität als Zoomobjektive mit einer variablen Brennweite.
Handliche Kompaktkameras sind meistens mit den Vario-Objektiven bestückt.
Bei Spiegelreflex-Kameras und Spiegellosen Systemkameras hat der Fotograf eine riesige Auswahl an Festbrennweiten und Zoomobjektiven.
Die Spreu vom Weizen trennt sich bei der Lichtstärke.
Die Lichtstärke wird auf dem Objektiv angegeben und bezeichnet die größtmögliche Öffnung der Blende.
Z.B. ein Tele-Objektiv mit 100mm Brennweite mit einer Blende, die sich auf 50mm öffnen lässt, hat die Lichtstärke 2 bzw. Blende F2.0
( Formel: Brennweite geteilt durch die Blendenöffnung in mm = Blendenzahl )
Zoomobjektive werden oft mit 2 verschiedenen Blendenzahlen bezeichnet.
Das kommt daher, dass die maximale Blendenöffnung von zB. 25mm bei einem 100mm Objektiv Blende 4,0 ergibt und beim zoomen auf 400mm nur noch Blende 16
Um bei einem 400mm Objetiv Blende 4,0 zu erhalten, brauchen wir eine Blendenöffnung von 100mm.
Objektive mit großer Blendenöffnung lassen mehr Licht durch und ermöglichen so kürzere Belichtungszeiten oder Aufnahmen bei wenig Licht ( Konzert, Theater, usw. )
Bei Spiegelreflexkameras wird das Sucherbild heller.
Der Autofokus arbeitet bei wenig Licht besser und schneller.
Einziger Nachteil: Die Objektive sind viel teurer.
Objektive haben einen Mindestabstand um Bilder scharf abzubilden.
Tele-Objektive haben manchmal einen Mindestabstand von 1 - 3 m
andere haben eine Naheinstellung von 10 - 30cm .
Spezielle Macroobjektive ermöglichen einen Abbildungsmaßstab von 1:1,
das heißt, ein Motiv wird in Originalgröße formatfüllend auf dem Sensor abgebildet.
Als Normalbrennweite bezeichnet man Objektive, die etwa den gleichen Blickwinkel haben, wie das menschliche Auge.
Die Brennweitenzahl ist auch von der Sensorgröße abhängig.
Bildwinkel bei Sensor 24 x 36mm 20 mm 95°
35 mm 65°
50 mm 50°
100 mm 24°
200 mm 12°
50mm Brennweite ergibt bei einem großen Sensor
eine Weitwinkelaufnahme mit einem
großen Blickwinkel.
Das gleiche Objektiv ist bei einem
mittleren Sensor eine normale
Brennweite, und ergibt bei einem
kleinen Sensor eine Tele-Aufnahme
mit einem keinem Blickwinkel.
Aus diesem Grund ändert sich die
Brennweitenbezeichnung eines
Objektives beim Wechsel der
Kamera von Vollformat 24x36mm
auf Digitalkamera mit APS-Sensor
ca. 15x23mm um den Crop-Faktor 1,6
Ein Objektiv mit 50mm wird dann zu
einem 80mm Teleobjektiv bei gleicher
Lichtstärke und gleicher Schärfentiefe.


Teleobjektiv 300mm

Teleobjektiv 300mm

Teleobjektiv 300mm

Teleobjektiv 300mm

Nahaufnahme

Macro

Weitwinkel mit Drohne

Weitwinkel

Weitwinkel

Weitwinkel bis Teleobjektiv

Die Fahrzeuge wirken sehr dicht




Die Perspektive bzw. das Verhältnis zwischen Vorder-und Hintergrund ändert sich mit dem Aufnahmeabstand

Ein Lichtstarkes Objektiv erlaubt Aufnahmen bei wenig Licht